Black Jack ist eines der beliebtesten und meist gespielten Kartenspiele. Bekannt ist es im deutschsprachigen Raum als 17 und 4 (französisch: vingt-et-un, englisch: twenty-one).
Es geht bei Black Jack darum, dass ein Spieler (player) gegen einen Geber (dealer) spielt. Der Spieler gewinnt, wenn die erzielte Punktzahl seiner Kartenwerte (value of cards) näher an 21 Punkten liegt, als die des Gebers. Der höchste Kartenwert ist der Black Jack selbst. Das sind 21 Punkte, die man mit zwei Karten erzielt (ein Ass und eine Zehn bzw. ein Bild).
Die Kartenwerte im Black Jack
* die Kartenwerte 2 - 10 entsprechen den Augenwerten (2=2, 3=3...)
* die Bilder König (king), Dame (queen) und Bube (jack) entsprechen 10 Punkten.
* das Ass (ace) entspricht entweder 11 Punkten oder 1 Punkt
1. Wenn Ihre Punktzahl größer 21 ist, haben Sie überkauft (bust). Dann haben Sie verloren. Das gleiche gilt natürlich andersherum - hat der Geber überkauft, gewinnen Sie.
2. Wenn Sie einen Black Jack haben (21 Punkte mit 2 Karten) haben Sie dann gewonnen, wenn der Geber niedriger liegt. Selbst wenn er mit mehr als 2 Karten 21 Punkte erzielt, gewinnen Sie. Erzielt jedoch der Geber auch einen Black Jack wenn Sie einen haben, gewinnt oder verliert keiner von beiden.
3. Wenn der Geber 16 Punkte vor sich liegen hat, muss er noch eine Karte nehmen. Hat er jedoch 17 Punkte, darf er keine Karte mehr nehmen.
4. Erzielen Geber und Spieler die gleiche Punktzahl (Ausnahme Black Jack, siehe Punkt 2), gewinnt und verliert keiner von beiden.
5. Sie können den Wert des Asses selbst bestimmen. Je nach Spielsituation können Sie dem Ass einen Wert von 1 oder 11 zuweisen

* Am Spieltisch nehmen 1 - 7 Spieler (player) Platz. Der Platz wird als Box bezeichnet.
* Bevor ein Spieler eine Karte erhält, muss er einen Einsatz bringen.
* Sind die Einsätze gebracht, erhält jeder teilnehmende Spieler eine offene Karte mit dem sichtbaren Wert (face up). Der Geber legt sich dann ebenfalls eine offene Karte.
* Danach erhalten die Spieler noch einmal eine offene Karte. Der Geber legt sich dann eine verdeckte Karte (face down).
* Nachdem ein Spieler die zweite Karte erhalten hat, steht es ihm frei, noch weitere Karten zu ziehen (hit) oder keine mehr zu nehmen (stand).
* Sind alle Spieler fertig (alle auf stand), deckt der Geber seine zweite verdeckte Karte auf. Hat er 16 oder weniger Punkte, muss er noch eine Karte ziehen. Hat er 17 oder mehr Punkte, darf er keine Karte mehr ziehen.
* wenn man näher an der 21 liegt als der Geber oder der Geber sich überkauft hat (also mehr als 21 zieht). Man erhält dann seinen Einsatzbetrag als Gewinn (Quote 1:1).
* wenn man einen Black Jack hat und der Geber keinen. Man erhält dafür den 1,5fachen Einsatz (Quote 3:2).
* wenn man auf Insurance (siehe Besonderheiten des Black Jack) gesetzt hat, und der Geber einen Black Jack hat. Man erhält dann das doppelte des Insurance Betrages (Quote 2:1)
Vor Beginn eines Spieles platzieren die Spieler ihre Einsätze auf den bezeichneten Feldern (Boxes) entsprechend den vom Casino festgesetzten Limits.
In einer Box dürfen neben dem Boxeninhaber auch andere Spieler mitsetzen; mitsetzende Spieler haben aber kein Mitspracherecht und müssen die Entscheidungen des Boxeninhabers akzeptieren. Der Einsatz der mitsetzenden Spieler darf nur so hoch sein, dass das vom Casino festgelegte Limit pro Box nicht überschritten wird. Hat der Boxinhaber bereits den maximal möglichen Einsatz getätigt, darf somit kein Mitspieler mehr auf diese Box mitsetzen.
Sind die Einsätze getätigt, beginnt der Croupier die Karten zu teilen. Jeder Spieler und der Croupier erhalten zuerst eine offene Karte, danach erhält jeder Spieler − nicht aber der Croupier − eine zweite offene Karte (vgl. Regel-Varianten).
Beginnend mit dem Spieler zur Linken des Croupiers kann nun jeder Teilnehmer solange weitere Karten verlangen („hit“, „Karte“ oder „carte“), bis er glaubt, nahe genug an 21 Punkte herangekommen zu sein und keine weitere Karte mehr wünscht („stay“, „Keine Karte“ oder „reste“). Wer jedoch mit seinen Karten den Wert 21 überschreitet (bust), hat sich überkauft und verliert sofort; die Karten und der Einsatz werden vom Croupier eingezogen.
Sind alle Spieler bedient, so zieht der Croupier seine zweite Karte. Hat er 17 oder mehr Punkte, so muss er stehen bleiben, hat er 16 oder weniger Punkte, so muss er eine weitere Karte ziehen (“Dealer must stand on 17 and must draw to 16“).
Dabei gilt folgende Regel: Der Croupier muss ein Ass stets mit elf Punkten zählen, es sei denn, er würde auf diese Weise den Wert 21 überschreiten; nur dann zählt er das Ass mit einem Punkt. Hat der Croupier z. B. ein Ass und eine Sechs, so muss er das Ass mit elf und die Hand mit siebzehn Punkten bewerten und darf keine weitere Karte ziehen (“Dealer stands on soft 17“).
Wenn der Croupier 21 Punkte überschreitet, so haben alle noch im Spiel verbleibenden Teilnehmer automatisch gewonnen. Sonst gewinnen nur jene Spieler, deren Kartenwert näher an 21 Punkte heranreicht als der des Croupiers.
Hat ein Spieler gleich viele Punkte wie der Croupier, so ist das Spiel unentschieden (stand off, push, tie, égalité, en cartes), der Spieler verliert nichts, er gewinnt aber auch nichts.
Gewinnt ein Spieler, so erhält er einen Gewinn in der Höhe seines Einsatzes (1 : 1, even money); in den beiden folgenden Fällen werden jedoch erhöhte Gewinne ausgeschüttet.
Hat ein Spieler 21 Punkte bestehend aus drei Siebenern (Triple seven), so gewinnt er sofort im Verhältnis 3 : 2, unabhängig von der Karte des Croupiers. Das Spiel ist nach der Gewinnauszahlung für die betreffende Box beendet. (Diese Regel ist außerhalb Österreichs unüblich; allerdings hat es sich auch in Deutschland wie auch in der Schweiz etabliert, dass der Gast in irgendeiner Form einen Bonus erhält.)
Nach dem Siebener-Drilling ist Black Jack, eine Kombination von 21 Punkten bestehend aus den ersten beiden Karten, also Ass und Zehn, bzw. Ass und Bild, das beste Resultat. Hat ein Spieler einen Black Jack, nicht aber der Croupier, so erhält der Spieler einen 3 : 2 Gewinn ausbezahlt („Black Jack pays 3 to 2“). Hat der Croupier jedoch auch einen Black Jack, so ist das Spiel unentschieden.
Hat der Croupier einen Black Jack, so verlieren alle noch im Spiel befindlichen Teilnehmer, ausgenommen diejenigen, welche ebenfalls einen Black Jack besitzen; insbesondere auch all diejenigen Spieler, welche 21 Punkte in der Hand halten. (Hat ein Spieler einen Siebener-Drilling, so hat er bereits seinen Gewinn erhalten und ist bereits aus dem Spiel.)
Hat der Croupier als erste Karte ein Ass, so können sich die Spieler gegen einen Black Jack des Croupiers versichern, indem sie einen entsprechenden Einsatz auf die Insurance line setzen. Zieht der Croupier als zweite Karte eine Zehn oder eine Bildkarte, so hat er einen Black Jack und die Versicherung wird im Verhältnis 2 : 1 ausbezahlt (“Insurance pays 2 to 1“). Hat der Croupier jedoch keinen Black Jack, so wird die Versicherungsprämie eingezogen.
Hat ein Spieler einen Black Jack und der Croupier als erste Karte ein Ass, so kann sich der Spieler einen 1 : 1-Gewinn auszahlen lassen und das Spiel beenden. Dies entspricht gerade dem Abschluss einer Versicherung, wobei der Spieler die Hälfte seines ursprünglichen Einsatzes auf die Insurance line platziert. Die Versicherung gegen einen Black Jack des Croupiers ist im Grunde eine Nebenwette, der Bankvorteil beträgt bei der Insurance ca. 1/13 = 7,692 %.
Ein Spieler kann seine Hand teilen (split), wenn die ersten beiden Karten gleichwertig sind (z. B. zwei Sechser oder Bube und Dame); er spielt dann mit „geteilter Hand“ mit zwei getrennten Einsätzen weiter, wobei mehrfaches Teilen (resplit) möglich ist (in deutschen Spielbanken ist das mehrfache Teilen i. d. R. nicht zulässig). Für jede geteilte Hand ist ein weiterer Einsatz in der Höhe des ursprünglichen Einsatzes zu leisten. Der Spieler erhält nun in jeder geteilten Hand beliebig viele Karten.
Ausnahme: Teilt ein Spieler zwei Asse, so erhält er auf jedes Ass nur mehr eine weitere Karte. Ist diese ein weiteres Ass, so ist ein nochmaliges Teilen aber weiterhin möglich. In einer geteilten Hand gilt die Kombination Ass und Bild bzw. Ass und Zehn jedoch nicht als Black Jack, sondern als 21 Punkte, da die Kartenkombination nicht mit den ersten beiden Karten erzielt wurde.
Ein Spieler kann, nachdem er seine ersten beiden Karten erhalten hat, seinen Einsatz verdoppeln (double). Der Wert der beiden Karten ist dabei unerheblich (Double down on any two). Wenn ein Spieler verdoppelt, so erhält er danach noch genau eine Karte zugeteilt. Ein Verdoppeln nach dem Teilen ist möglich (Double down on split pairs) (vgl. Regel-Varianten). Ein mitsetzender Spieler in einer Box kann nur dann verdoppeln, wenn auch der Boxeninhaber seinen Einsatz verdoppelt.
In vielen Spielbanken kann ein Spieler vor Beginn der Kartenausgabe darauf wetten, dass sich der Dealer in dieser Runde überkauft (Dealer busts oder kurz Bust). Sollte der Dealer 22 oder mehr Augen erhalten und sich somit überkaufen, so wird diese Nebenwette im Verhältnis 5 : 2 ausbezahlt, andernfalls wird der Einsatz auf diese Wette eingezogen. Der Bankvorteil bei dieser Wettart beträgt 1,44 %.
Viele Casinos schränken die Wahlmöglichkeiten der Spieler ein. Die am häufigsten anzutreffenden Abweichungen von den obigen Regeln sind:
* Verdoppeln: Das Verdoppeln ist nur dann gestattet, wenn die ersten beiden Karten den Wert 9, 10 oder 11 aufweisen.
* Teilen: Mehrfaches Teilen ist möglich, in einer geteilten Hand darf aber nicht verdoppelt werden.
Die Art der Kartenausgabe ist vielfach unterschiedlich, in den USA erhält der Croupier in der Regel seine zweite Karte unmittelbar nachdem alle Spieler ihre ersten beiden Karten erhalten haben - also nicht erst, nachdem alle Spieler sich erklärt haben und bedient sind. In diesem Fall wird die zweite Karte des Croupiers allerdings verdeckt gegeben und erst dann umgedreht, wenn der letzte Spieler bedient ist. Zeigt die erste Karte des Croupiers ein Ass oder eine Karte mit dem Wert zehn, prüft dieser, ob er einen Black Jack hat – dieses Verfahren hat für den Spieler den Vorteil, dass er bei einem Black Jack des Dealers in jedem Fall nur den einfachen Einsatz verliert und nicht den durch Teilen oder Verdoppeln erhöhten Einsatz.
Dieser Unterschied ist jedoch praktisch völlig unerheblich, da man als Spieler ohnedies nur in wenigen Ausnahmefällen verdoppeln bzw. teilen sollte, falls der Dealer als erste Karte ein Ass oder eine Karte vom Wert zehn besitzt. Weiters gilt in einigen - vor allem amerikanischen - Casinos, die Regel, dass der Dealer mit einer „soft 17“ kauft, diese Regel ist für den Spieler weniger günstig als die verbreitetere Regel „Dealer stands on soft 17“.